Wie ich auf den Hund kam

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Hallo ihr Lieben,

da ich gerade wieder einmal über unsern Vierbeiner schmunzeln musste, möchte ich euch heute gerne ein bisschen was über unsere Fellnase erzählen!
Er heißt Simba und lebt nun seit fast 10!!!! Jahren bei uns. Ich hatte mir lange einen Hund gewünscht… Meinen Göttergatten musste ich allerdings ein bisschen überzeugen. Aber darin habe ich ziemliche Übung 🙂
Einen Hund zu finden, war dann garnicht so einfach. Für mich stand sehr schnell fest, dass ich keinen Hund von einem Züchter haben wollte. Ich bin kein Fan einer bestimmten Rasse und finde es auch unverständlich wieviel Geld teilweise von Züchtern verlangt wird! Nicht das es die Tiere nicht wert wären. Wenn man den Wert eines Hundes überhaupt in Geld angeben kann. Kann man, wenn ihr mich fragt, nicht. Aber 1000 Euro oder mehr sind Dimensionen, die einen doch stutzen lassen. Noch dazu, wenn man bedenkt wieviel Schindluder mit den Tieren teilweise betrieben wird… Aber das ist ein anderes Thema.

Ich wollte einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren. Nachdem ich die Tierheime der Region erfolglos abgeklappert hatte, schaute ich mich auch im Internet um. Auf der Seite einer spanischen Tierschutzorganisation entdeckte ich Simba. Und ja, es war Liebe auf den ersten (Klick) Blick!!! Seine Mama war eine spanische Straßenhündin und wurde hochschwanger aus einer der dort zahlreichen Tötungsstationen gerettet. Kurz danach bekam sie ihre 4 Babies in der Auffangstation. Simba war der kleinste und schmächtigste von allen. Als ich ihn auf einem winzigen Bild sah, wusste ich sofort: Der oder keiner! Ich rief sofort an und fragte ganz aufgeregt, ob die Welpen denn noch zu vermitteln wären?! Und wie es manchmal so spielt. Alle waren vermittelt, außer Simba! Mein Herz machte einen rießen Satz und ich wusste, dass das der richtige Schritt war!

Es dauerte einige Wochen, bevor Simba mit seiner Mama und Geschwistern nach Deutschland einreisen konnte. Aber mit 4 Monaten durften wir unser kleines Fellknäul endlich in den Arm nehmen! Wir holten ihn in Kamen ab, wo eine ehrenamtliche Mitarbeiterin die kleinen Gäste kurzzeitig aufnahm, bis sie von ihren Besitzern abgeholt werden konnten. Als wir ankamen schlief Simba. Er wurde auch nicht richtig wach als wir ihn wecken wollten. Er lugte kurz rauf und schlief weiter. Wir mussten wirklich lachen! Obwohl ich mir natürlich ausgemalt hatte, dass er mit wehenden Ohren auf mich zugerannt käme! Später, auf der langen Autofahrt nach Hause, lag er all die Stunden auf einem kleinen Handtuch auf meinem Schoß. Ich war so glücklich, aber sorgte mich auch, ob er wohl traurig sein würde… Wir hielten alle 50 km, dass er sein Geschäftchen machen könnte. Machte er aber nicht. Dafür dann zur Begrüßung auf unsern Läufer in der Küche!

Er lebte sich zu meiner Freude sofort ein! War ein quietschvergnügter kleiner Welpe, der nix als Unsinn im Kopf hatte. Es war eine klasse Zeit! Ich war noch Studentin, so dass ich stundenlang mit ihm toben und spazieren konnte. Er wuchs zu einem tollen, menschenfreundlichen und hübschen Kerl heran. Seit dem er bei uns ist, machen wir nun alles zusammen. Er ist passionierter Camping-Hund, geht mit mir aufs Klo und schläft auf meinem Bauch auf der Couch.

Nach dem er 7 Jahre mein „Ersatz-Sohn“ war, kam mit der kleinen Lady frischer Wind ins Haus! Anfangs hatte ich große Bedenken, ob er das kleine rosa Mädel mögen würde, was da schreiend nach Hause gebracht wurde. Aber es ging alles gut. Er mochte sie von Anfang an. War aber immer zurückhaltend und vorsichtig. Im Gegenteil zu ihr! Die doch leidenschaftlich gern immer wieder mal kräftig am Schwanz und Fell hantierte. Aber mehr als ein genervtes Knurren, kam nie aus seiner Schnauze…
Und seit dem sie ihn leidenschaftlich gern füttert, sind sie ein Herz und eine Seele! Sein Speiseplan hat sich seitdem enorm vergrößert! An Bananen, Mango und Gurken hätte er sich jedenfalls vor 2 Jahren nie getraut 🙂

Ich sehe die zwei gern zusammen. Sie führt in stolz an der Leine. Schimpft gern mal, aber teilt auch ihr letztes Stück Wurst mit ihm. Frühs ruft sie Simba ein lautes „Guten Morgen“ zu und versucht ihn immer wieder feste zu umarmen…
Manchmal tut es mir leid, weil ich jetzt viel weniger Zeit für ihn habe. Und er einfach zu kurz kommt, wenn der Tag wieder mal zu wenig Stunden hat. Er beschwert sich nie. Auch wenn wir früh mal wieder nur „schnell schnell“ können, macht er sein Geschäft und trottet mit zurück. Er arrangiert sich und ist absolut genügsam. Und genießt die Schmusestunden am Abend, wenn ich Zeit für ihn habe, besonders. Ich weiß garnicht, wie es jemals ohne ihn war… Nun wird er bald 10 Jahre und ich frage mich, wo die Zeit geblieben ist?! So viele Einzelheiten habe ich noch im Kopf, sogar noch die erste Nacht, dir er bei uns war. Alle zehn Minuten bin ich aufgeschreckt, ob auch ja alles gut ist. Es ist verrückt…

Jetzt gibt es eine kleine süße Schwester, die ihm den Platz neben dem Klo, auf dem Mama sitzt, streitig macht… Achja. Apropos. Lustige Plätze. Das wollte ich euch ja eigentlich erzählen anfangs. Ich musste schmunzeln, weil unsere Fellnase einen neuen Lieblings-Platz hat. Er schläft seit einigen Wochen auf ihren Schuhen! Na wenn das kein echter Liebesbeweis ist?!

Bis bald eure Nadja!

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