Wunderbare Momente

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Wir hatten eine schreckliche Nacht! Zwischen ein und drei Uhr gab es Tobsuchtsanfälle in einer Heftigkeit, die mir vor Erschöpfung und Wut die Tränen in die Augen getrieben haben. Unverständnis und unglaubliche Hilflosigkeit… Von beiden Seiten. Und die Sorge, wie es wohl heute sein wird?!

Ich bringe sie huckepack ins Bett. Auf dem Weg nach oben beginnt sie auf einmal ganz vorsichtig mit ihren kleinen Fingern meinen Nacken zu kratzen und zu krabbeln. Etwas ganz neues! Kommen doch die Liebesbekundungen und Zärtlichkeiten meist von Mamas Seite! Ich setze sie rücklings auf dem Wickeltisch ab und sie krabbelt einfach weiter.

Das ist so schön. Sage ich zu ihr. Ich bin ein echter Fan von Rücken Kratzen und Krabbeln! Soll ich mehr Mama? Ja. Am liebsten den ganzen Rücken. Antworte ich. Und sie beginnt von oben bis unten zu krabbeln. Ich fühle mich so wohl und bin unglaublich gerührt. Es ist in dem Moment so eine innige Geste. Als ob sie mir sagen will. Mama. Hab keine Angst. Entspann dich…

Es ist doch ein bisschen Magie. Das Band zwischen uns. Oft zum Bersten gespannt. Und doch stabiler als jedes Stahlseil. Gleichsam weich, gibt es nach, wenn der Druck zu groß wird. Ich fühle, wie ich sie jeden Tag besser kennenlerne und sie mich. Wie wir uns entdecken. Auch mal erschrecken. Und doch immer ganz fest verbunden. Innig und eins sind.

So Mama. Jetzt sin mer fertig! … und patscht mir froh auf den Rücken. Ein wunderbarer Moment war das. Im wahrsten Sinne des Wortes.

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