Nachts sind alle Katzen grau

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Hallo ihr Lieben,

Helau und Alaaf und k.o. Ein langes Faschingswochenende geht zu Ende…

Und nach zwei schönen Kinderfaschingen, einem Umzug und zwei feucht-fröhlichen Faschingsfeiern für die Großen, spüre ich ein gewisses Karnevals-Burnout. Keine Lust mehr auf Schunkeln, Bonbons fangen und Fliegerliedtänze…

Habe mich heute abschließend noch mal getraut in den Bonbonregen auf die Kinderdisco-Tanzfläche zu treten… Ein großer Fehler! Ich wurde umgehend attackiert! Ein kleiner Cowboy ist mir fast auf die Hand getreten. Irgendwelche Mini-Käfer drängten mich gnadenlos raus aus der besten Fangzone. Eine Prinzessin riss mir mein mühsam erkämpftes Traubenzucker-Bonbon aus den Händen. Und das alles obwohl ich locker doppelt so groß bin, wie die meisten dieser kleinen Faschingsmafiosis!

Irgendwann hab ich mich dann auf den Knien wiedergefunden… Fragt nicht. Und das alles für sage und schreibe drei Traubenzucker und ein Kaubonbon!!! Und das hat mir die kleine Lady dann auch noch postwendend wieder in die Hand gespuckt! Ich sage euch. Das ist wirklich kein Spaß!

Naja, bald ist sie alt genug sich das Zeug selber zu fangen! Wenn sie dabei mein Talent geerbt haben sollte, sehe ich allerdings schwarz für sie…

Apropos Schwarzsehen. Noch eine kleine Karnevalsanekdote. Am Samstag hatte ich offiziell Faschings-Ausgang! Mit der besten Freundin ging’s als Katz in eine schöne Kneipe. Also wenn ihr mal wirklich in der Masse untergehen wollt, wählt Katze als Verkleidung! Bevor wir die Bar erreicht hatten, waren uns schon 4 Katzen über den Weg gelaufen! Zwei weitere befanden sich dann an der Bar. Auf dem Weg zum Klo traf ich die nächste…

Auf dem Klo bekam der bis dato sehr lustige Abend allerdings eine kurze Wendung. Weil ich eine volle Blase hatte. Und ich meine wirklich voll! Lies ich lustig verlauten, ob denn die Damen auf den (mickrigen) zwei vorhandenen Toiletten vielleicht etwas schneller pinkeln könnten?! Eine fand es lustig. Eine nicht. Relativ pampig verließ die dann den Ort des Geschehens.

Um just eine halbe Stunde später zeitgleich mit mir wieder dort zu erscheinen! Da sie mir zur Begrüßung eine schmissige provokante Zeile hinwarf und ich (auch aufgrund ein wenig benebelter Sinne) ebenso schmissig zurück schoss, entstand innerhalb weniger Sekunden eine fabelhaft lustige Klo-Konversation! Sie gipfelte in dem Ausruf, dass (Achtung): Ich, die Katze!, sowieso ganz schlimm wäre und hier ja jetzt schon meinen Ruf weg hätte!!! Ich versuchte mich kurz zurück zu erinnern, ob ich denn katzenmäßig irgendwie auffällig geworden war?! Allerdings fiel mir außer Tanzen mit meiner Freundin und einem Gespräch an der Bar nichts ein… Ich entschied mich dazu, dass nicht ich, sondern sie aufhören sollte zu trinken. Mit einem kleinen Hinweis, auf die ziemlich große Anzahl von Katzen am heutigen Abend und der dementsprechend hohen Gefahr der Verwechslung eben dieser, verließ ich heiter das Klo. Wenig später fand ich die nette Dame übrigens völlig fertig, über einem Mittvierziger hängend, in einer dunklen Ecke…

Jaja… nachts sind alle Katzen grau und manch ein Mädel einfach blau! Da freu ich mich doch auf einmal fast schon wieder auf nächstes Jahr 🙂

Macht’s gut und nehmt euch in Acht vor den Katzen! Da weiß man wirklich nie!

Eure Nadja

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Perfekt Unperfekt!

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Hallo ihr Lieben,

heute habe ich endlich das Projekt „Faschingsoutfit“ für die kleine Lady angepackt!

Das sie eine kleine Tanzmaus ist, habe ich ja schon erwähnt. Sie liebt ein kleines Bauchtanztuch, was wir von unserer Cousine bekommen haben. Das um den Bauch geschwungen, wirbelt sie am liebsten durch die Gegend… So kam ich auf die Idee – sie wird eine kleine orientalische Jeanie!

Manchmal schrecke ich ja vor meiner eigenen Courage zurück… Statt ich was kaufe, will ich mal wieder was nähen! Ich gehöre nicht zu den Dawanda-Näh–Müttern. Aber für besondere Momente mach ich gern etwas selber. Mein Problem sind nicht die Ideen. Da hab ich viele. Wo ich was krieg weiß ich auch. Nur ich bin nicht die genaueste. Und ich betreibe eher Schadensbegrenzung, als Perfektionismus. Manchmal ärgere ich mich darüber. Aber so bin ich eben.

Also kaufte ich schönen Stoff in einem Stoff-Outlet. Schnittmuster hatte ich keins. Also nahm ich einfach eine Jogginghose und ein Top als Vorlage. So hat es doch ganz gut geklappt. Bis auf das es eben nicht perfekt ist. Hinten länger als vorne. Vielleicht nicht ganz die passende Garnfarbe. Und das das mit den Ärmeln nicht ganz so optimal war, hab ich erst gemerkt, als einer schon dran war. Aber immerhin war er dran. Und ich habe ihn nicht versehentlich zugenäht! Alles schon passiert. Die Hose war etwas knapp. Gut das ich schluderig genäht hatte, ging es einfach wieder ein bissel aufzutrennen….

Aaaaaaaber, was das wichtigste ist. Sie mag es! Den ganzen Abend ist sie stolz durchs Zimmer gepfiffen und hat sich ständig im Kreis gedreht und gerufen: „Bin eine Schieni…“ Die Hose geht über den Po. Sogar der Halsausschnitt ist groß genug für ihr Köpfchen. Und die Ärmel sehen an ihr einfach Zucker aus! Wen jucken da die doofen Nähte!

Ein frohes närrisches Treiben wünscht euch Nadja!

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