Nur mit dem Herzen sieht man gut…

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Hallo ihr Lieben,

what a difference a day makes…

Gerade mal endlich nicht zu spät, 7.50 Uhr ins Auto gehüpft. In Gedanken froh, pünktlich zu kommen und wie ausgemacht, die Kollegin zu vertreten. Blick zur Seite. Rolle aus der Ausfahrt. 2 Sekunden später Knall von Links. Und ein kleiner grüner Mazda und mein schöner Dacia liegen zerbeult auf der Straße…

Aus der Traum. Willkommen Alptraum. Meine Unfallgegnerin ist Gott sei Dank freundlich, als ich leicht unter Schock aussteige. Sie ist zwar nie im Leben die vorgeschriebenen 30 km/h gefahren, aber da ich aus der Ausfahrt kam… ist das eh Wurscht und ich bin der Hans dazu.

Ich sehe erst kurz danach das Ausmaß und bin entsetzt! Ihr Auto sieht vorn völlig hinüber aus und meines hat auf der linken Seite auch nicht mehr viel heile. Ich bin erstmal froh, dass wir beide noch irgendwie lächeln können. Wir können alles ohne Polizei klären. Ich kehre Plastikfetzen von der Straße und bugsiere mein Auto wieder in die Einfahrt. Ihres hat einen Platten und wird eine halbe Stunde später von den gelben Engeln sanft auf die Trage gehoben.

Ich habe ein schlechtes Gewissen. Bin traurig und wütend zugleich. Ich rufe auf der Arbeit an. Bin zittrig und verschlinge erstmal einen Traubenzucker-Lolli. Mein Mann kommt kurz von der Arbeit und ich komme nicht vorbei zu sagen: Sorry. Aber sie war so schnell da! Und ich hab gekuckt und trotzdem!
Was soll’s, denk ich mir dann auf einmal… Alle machen Fehler. Keiner ist verletzt. Es sind nur Autos. Bevor sie in den Abschleppwagen steigt, umarmen wir uns tatsächlich!

Nachmittags kommt die kleine Madam aus dem Kindergarten. In der Einfahrt steht ihr Kindersitz. Wir haben ihn ausgebaut, dass wir mein Auto in die Werkstatt bringen können. Sie setzt sich rein, brabbelt vor sich und spielt. Währenddessen versuche ich mit dem Herrn Papa den Schaden einzuschätzen. Plötzlich höre ich sie reden:

Und was man auch tut… nur mit dem Herzen sieht man gut… Da singt sie mit ihrem kleinen Stimmchen die Titelmelodie des Kleinen Prinzen auf Kika! Die darf sie sich nach dem Sandmann immer noch anhören…

Und ich schaue sie an. Bin völlig baff!
Recht hat sie. So Recht hat sie…

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Unser erster Kindergarten-Tag

Hallo ihr Lieben,

endlich habe ich mal wieder ein paar Zeilen für euch und uns… Gestern war unser großer Tag! Die kleine Madam hatte ihren ersten Tag im Waldkindergarten! Nachdem die letzten Wochen in der Krippe eine Katastrophe waren, blickte ich etwas ängstlich auf diesen neuen Abschnitt in unserm Leben. Aber die Vorfreude war trotzdem stärker und ich kaufte die letzten Wochen lauter schöne Sachen für meine kleine Waldeule 🙂

Ganz wichtig erstmal die richtige Kleidung! Im Internet wurde ich bei Globetrotter fündig. Die haben echt eine Menge Outdoor-Kleidung für die kleinsten. Es war auch einiges im Sale, so dass mir beim Drücken des Kaufen-Buttons wenigstens nicht völlig schwindelig wurde…

Ich bin kein Markenkäufer. Weder für mich , noch für die kleine Madam. Ab und an ist etwas dabei, vor allem wenn ich es gebraucht ergattere. Aber eine Funktionshose für 50 Euro landete vorher nicht im Warenkorb. Wenn ich mir allerdings die Kinder im Wald so anschaue, sind diese Hosen schon ganz praktisch und müssen einfach echte Belastungen aushalten!

Zur Kleidung gabs noch einen tollen kleinen Wald-Rucksack, neue Gummistiefel, zwei paar Outdoorstiefel gebraucht und eine tolle Wickie-Thermoskanne mit passender Brotbox (sie liebt Wickie :)) Sie hat so gestrahlt bei den ganzen Geschenken, dass mir echt das Herz aufgegangen ist!

Ziemlich aufgeregt saßen wir gestern zu dritt im Auto und fuhren die paar Minuten zum Waldrand. Als wir ankamen lernten wir die neue Kinderpflegerin kennen und ein paar Kinder sprangen auch schon herum. Wir warteten noch auf den kleinen Bus, der die restlichen Kinder brachte. Die kleine Madam war total locker, lachte und freute sich sichtlich auf das was nun so kommen würde. Ich schaute etwas besorgt auf die doch ziemlich lange Laufstrecke bis zum Waldquartier.

Bei unsern Besuchen hier wollte sie spätestens nach der Hälfte getragen werden. Nun sollte sie alles laufen. Ich betete ein bisschen, das uns allen einer ihrer berühmten Schreianfälle erspart bleiben würde. Und ich wurde fast erhört! Sie lief stolz mit den andern los und hatte nur einen kleineren Anfall, der sich mit einem kurzen Tragen erledigt hatte. Fast den ganzen Weg stapfte sie mit ihrem (ziemlich schweren) Rucksack wacker voran. Ich musste mich den ganzen Weg zusammenreißen, nicht in Tränen auszubrechen. So präsent waren mir ihre ersten Schritte, gerade mal 1,5 Jahre her. Jetzt schob sie singend einen Wagen und war ein Kindergartenkind…

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Oben angekommen war sie das glückliche kleine Mädchen, was ich auch bei den Schnupper-Tagen schon gesehen habe! Sie erkundete alles und versuchte sich auch sofort einen kleinen Platz zu erkämpfen. Ziemlich forsch, wie ich bemerkte 🙂 So wollte sie anfangs gleich mit den zwei größten Rabauken in ihrer „Buddel-Baustelle“ wühlen. Das war den beiden nur leider garnicht recht… Wir sind hier die Bauarbeiter! Motzte sie der eine gleich an. Und ich bin Bauarbeiterin! Motzte sie zurück. Bei der Antwort des Jungen: Nein, in den Filmen gibt es überhaupt keine Bauarbeiterinnen!!! bin ich dann vor Lachen zusammen gebrochen 🙂

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Die kleine Madam rutschte die „Schweinerutsche“. 4 m Schlamm den Berg runter. Versuchte die Hügel irgendwie hoch zu robben. Beschwerte sich nicht einmal. Ich erkannte sie teilweise nicht wieder…

Sie entdeckte die kleine Kuschelhöhle des Holzhauses unterm Dach. Zeigte mir stolz, da lege ich mich hin und da aus dem kleinen Fenster Mama… daraus sehe ich den ganzen Wald!

12 Uhr sollten wir sie wieder abholen. Wir kamen zum Mittagessen. Als wir sahen, dass noch alle auf der Veranda saßen und futterten, versteckten wir uns an der Seite und genossen einfach den Wald. Es war wirklich unglaublich beruhigend. Entspanntes Geplapper der Kinder, schmatzen an der frischen Luft… ich konnte mir in dem Moment nichts schöneres vorstellen. Als ich dann noch die kleine Madam quaken hörte: Ich will auch noch mehr essen! Wusste ich, dass es hier so richtig war.

Nach 5 Minuten kam sie mir dann schlamm- und kartoffelsuppenverschmiert in die Arme gerannt. Und wir kuckten uns in die Augen und sagten beide DANKE

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Familie… eine Herzensangelegenheit

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Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende! Bei uns war von allem etwas dabei. Spannung, Spiel und Schokolade… könnte man sagen 🙂

Spannung… dazu mehr in einem späteren Post! Spiel… wie immer jede Menge! Und Schokolade… wurde von der kleinen Lady in Form von Toffifee neu entdeckt! Was soll ich sagen. Zusammen wurde bereits eine Packung vernichtet 🙂 naja Gott sei Dank habe ich ja gleich die Familienpackung gekauft…

Apropos Familie. Wir waren heute bei Oma und Opa. Die Eltern von meinem Mann wohnen 60 km entfernt. Wir versuchen uns oft zu sehen. Leider sind sie sehr beschäftigt und die Fahrstrecke ist auch nicht gerade „ich fahr mal eben vorbei“-geeignet. Ich genieße die Momente dort sehr. Ich hatte selber leider keine Großeltern und habe es gerade als „Erwachsene“ oft als fehlend empfunden. Umso mehr freue ich mich, wenn die kleine Lady, wenigstens einigermaßen regelmäßig Oma und Opa bei sich hat.

Es ist immer besonders. Weil sie besonders sind. Sie haben viel erlebt. Und verdienen beide wohl den Ausdruck: Weise. Sie stehen noch mitten im Leben, waren beruflich immer stark eingespannt und können auch jetzt nicht ganz los davon. Und doch merkt man… es sind Omi und Opi.

Sie spielt Mundharmonika und er liest. Sie bringt winzig kleine Schränkchen für die Puppenstube mit… und steckt in jedes freie Fach so viele Gummibärchen, wie sie nur kann. Und ihm blitzen die Augen vor Stolz, wenn die kleine Enkelin wieder mal einen ganz gescheiten Satz von sich gibt. Sie sind so anders als wir. Und doch ganz ähnlich. Es ist eine Bereicherung für jedes Kind Großeltern erleben zu dürfen! Gerade weil ihre Liebe wohl ähnlich bedingungslos ist, wie es die Liebe der Eltern ist…

Nachmittags waren wir mit Oma und Opa im Zirkus. Ein winziger Familien-Zirkus. In der 6. Generation. Wurde uns stolz erzählt! Drei Söhne, eine Tochter, Mama und Papa und einige Pferde, Ponys, Lamas und Alpakas. Immer wieder musste ich die Kinder beobachten. Wie das wohl sein mag?

Geboren in einen Zirkus. Zirkus Familie. Keine Wahl. Das Mädel macht Akrobatik. Klar. Die Jungen die Cowboy-Show. Der Papa macht den Vulkano. Spuckt Feuer und wirft dann auch noch mit Messern. Auf einen Großteil der Familie! Allerdings schaut keiner wirklich ängstlich. Es klappt alles irgendwie. Zwar wirkt die junge Akrobatin nicht sonderlich motiviert. Vielleicht würde sie jetzt auch lieber mit ihren Freundinnen abhängen. Aber sie hängt mit ihrer Familie ab. In irgendwelchen kleinen Dörfern. Und hofft mit Mama und Papa auf viele Besucher…

Es ist fast befremdlich. Und doch wohl der schönste und natürlichste Vertrauensbeweis in die Institution Familie…

Familie. Ist für mich ein bisschen Alles aber auch Nichts. Als ein typisches Trennungskind, mit Geschwistern, die mehr als 10 Jahre älter sind, fast keiner Verwandtschaft… Familie fokussiert sich da auf wenige Menschen. Sehr wenige.

Jetzt mit meinem Mann und Maus, habe ich meine Familie! Manche Menschen sind jetzt wieder mehr in mein unser Familien-Leben gekommen. Aber so richtig drin sind sie nicht. Ich glaube sie würden mit uns nicht einen Tag Zirkus spielen. Leider. Andere, auch neue Familienmitglieder, haben ihren Platz in unserm Herzen. Ganz fest! Einen großen Platz. Und mit ihnen würde ich durchs Feuer hüpfen… allemal!

„Familie ist, von ihrem Ur-Sinn her, Geborgenheit. Bedingungslose Geborgenheit, solange sie intakt ist. Familie ist Schutz für Leben und Schutz für menschenwürdiges Sterben. Familie ist Nachsicht gegenüber der Jugend und Rücksicht gegenüber dem Alter. Familie ist das Wissen, einen unverlierbaren Platz auf dieser Welt zu haben, an dem man immer willkommen ist, sei man Bettler oder Millionär…“ (E. Lukas 1942)

Gern schließe ich mit diesen schönen Worten.

Aber nicht ohne die Gewinnerin des Kleine-Könige Gewinnspiels zu verkünden: Julia

Liebe Julia, bitte schreibe innerhalb der nächsten drei Tage eine Mail an mamakinderkram@freenet.de Dann gibt’s weitere Infos! An alle, Danke fürs Mitmachen! Bald folgt etwas neues 🙂

In diesem Sinne. Habt euch lieb. Freunde, Familie… liebt das was ihr im Herzen habt, mit aller Liebe, die ihr habt ❤

Eure Nadja

Kleine Könige – Gewinnspiel für Baby und Kleinkind

Hallo ihr Lieben,

ach ja unsere „Kleinen Könige“…

Die kleine Lady ist da ja ganz strikt! Wenn sie mal wieder jemand auf der Straße anspricht: Na du süße kleine Maus! Du bist doch bestimmt Mamas Prinzessin? Antwortet sie ganz galant. Nein. Bin ich nicht. Bin eine Königin! Nun ja. Warum auch nicht! Nur was bin ich dann eigentlich? Die Queen-Mum??? Hihi, naja lassen wir das. Eigentlich wollte ich euch doch was ganz anderes erzählen…

Wer schon ein bisschen bei uns mitliest weiß, das ich bei Kleidung für die kleine Lady zwei klare Meinungen habe. Ich liebe Second Hand und Selbstgemachtes !

Ersteres ist meine große Leidenschaft. Ich kenne jeden Babybasar im Umkreis von 30 km! Zweiteres probiere ich immer wieder, aber schaffe zeitlich einfach nicht viel. Mal hier und da eine Mütze oder ein Faschingskostüm. Aber zu mehr komme ich mit Arbeit und dem ganzen Drumherum einfach nicht.

Deshalb stöbere ich mit Leidenschaft in Internet-Shops die süße Sachen für Kinder anbieten!

Vor einigen Wochen entdeckte ich auf der Suche nach Accessoires für den Waldkindergarten einen tollen Shop Die kleinen Könige Schon der Name ist klasse und auch das Angebot finde ich toll!

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Die Inhaberin des Shops ist Nicole Radtke. Die Mama einer süßen kleinen Tochter erfüllte sich mit dem Label „Kleine Könige“ einen Traum. Sie liebt die Arbeit mit Textilien und zaubert einfach tolle individuelle Accessoires und Kleidung für Babys und Kinder!

Man bekommt viele Ideen, sowohl zum Verschenken, als auch einfach zum Selberkaufen. Die Produkte reichen von Kleidung, über Babydecken, Kissen bis hin zu Fotoalben! Die Produkte können personalisiert werden und sind damit ganz individuell!

Wir haben eine süße Tasche in Auftrag gegeben, um Kleinigkeiten für den Waldkindergarten darin zu verstauen. Mir hat gleich der Stoff im Walddesign gefallen, so dass ich garnicht lange überlegt habe. Noch die Farben und gewünschte Schrift angeben… und schon kam die Kosmetiktasche für meine „kleine Königin“ an 🙂

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Ich finde sie total schön und sie wurde auch schonmal mit wichtigen Dingen bestückt 🙂

Ich freue mich, dass mir Nicole Radtke von den Kleinen Königen auch eine kleine Überraschung zur Verfügung gestellt hat. Ihr könnt ab sofort einen Gutschein über 20 Euro für den Kleine Könige Shop gewinnen!

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Gewinnen ist ganz leicht!

1. Kommentiert unter diesem Post oder auf unserer Facebookseite. Bitte gebt mit an worüber ihr mamakinderkram folgt! Wenn ihr noch nicht folgt, einfach rechte Menüleiste „Folgen per Mail“ oder die andern Möglichkeiten nutzen! Oder werdet Fan unserer Facebookseite! Und kommentiert da!

2. Werdet Fan der Facebookseite der Kleinen Könige!

3. Habt gaaaaaaanz viel Glück!

Das Gewinnspiel läuft bis zum 31.7.14. Dann zieht die kleine Lady wieder das Gewinnerlos! Teilnahme nur aus Deutschland und über 18 Jahre möglich.

Zusätzlich gibt es für alle Leser unseres Blogs einen Rabatt, den ihr unabhängig vom Gewinnspiel einlösen könnt!

Mit dem Codewort: „Baby“ erhaltet ihr bei einer beliebigen Bestellung im Shop 20% Rabatt!

Dann sage ich nochmal Danke an Nicole Radtke von den Kleinen Königen und wünsche euch viel Glück!

Eure Nadja

Laufen lernen

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Lebt wohl. Ich habe meine Beine. Jetzt gehe ich!

Diesen Leit-Satz von Montessori lese ich gerade jetzt in einem Erziehungs-Artikel, nach einem wirklich anstrengendem Arbeitstag.

Wisst ihr eigentlich womit ich mein Geld verdiene? Studiert habe ich Soziologie, bin aber in die Pädagogik gerutscht. Das klingt jetzt ein bisschen negativ. Ich bin auf die schiefe Bahn geraten oder so. Ne. Ganz so ist es nicht. Wenn es auch nicht der Weg ist, den ich mir anfangs gewünscht habe. Aber so ist das mit den Wünschen…

Ich bin nicht unglücklich mit dem, wie es jetzt ist. Im Gegenteil. Nach meiner Elternzeit gab es wenige die mir eine Chance gegeben hätten.

36 Jahre alt. Mama von einem Kind. 20 Stunden maximale Arbeitszeit. Das klingt nicht nach einem beliebten Bewerberprofil oder? Nein. Tut es nicht. Was es tut? Weh. Wenn man Bewerbungen fast ungelesen zurück bekommt. Ein super Abschluss nicht mal angeschaut, geschweige denn gewürdigt wird. Durchgefallen in den Nebenfächern. Flexibilität, Einsatzmöglichkeiten, Unverbrauchtheit.

Schon interessant, dass man dann in der „gefühlten Blüte“ seines Lebens am PC sitzt und einem nach der nächsten Absage alle Blätter auf einmal abfallen.

„Beste Wünsche für den Weg – an die Elite unserer Bildungsgesellschaft!“
so die schwungvolle Rede unseres Uni-Dekans. Und damit geschmissen auf die Straße. Du hast Beine. Also lauf. Wie an deinen Beinen hängt ein kleines Kind?! Na das ist nun aber wirklich dein Problem. Du hast doch das Rüstzeug! Ja. Aber nicht für einen Feldzug! Quer durch die Alpen!

Naja. Zurück zum Weg. Meiner führte mich nach einigen Abzweigungen zur Arbeit mit Jugendlichen. Ohne Ausbildung. Oft ohne Perspektive. Ohne Halt und Unterstützung. Als Begleiterin stehe ich ihnen zur Seite. Versuche mit ihnen Fuß zu fassen. Einen gangbaren Weg zu finden.

Es ist kein leichter Job. Zu viele Stolpersteine im Weg. Manche lassen sich zur Seite tragen. Andere nicht. Immer mal geht es bergauf. Aber auch immer wieder bergab. Steil bergab.

Einige erkunden ganz neue Gebiete, sind mutig, bekommen Sicherheit und ich kann sie da lassen. Das ist ein tolles Gefühl. Anderen versuche ich Räume zu schaffen. Und sie laufen einfach nicht. Sie probieren es oft nicht einmal. Dann fange ich an den Weg zu ebnen. Nehme alles raus, was da den Fuß stören könnte. Aber sie drehen sich um und schauen nicht auf das, was da wartet.

Dann muss ich entscheiden. Ob es sich lohnt weiter daran zu arbeiten. Es ist eine scheiß Entscheidung. Jedes Mal.
Heute war es besonders hart. Er war mir ans Herz gewachsen. Weil ich ihn verstanden habe. Seine Macken. Seine Abwehr. Seine Verzweiflung.

Aber ich habe auch verstanden, dass er wohl nicht gehen kann. Jedenfalls nicht jetzt. Und tragen will ich ihn nicht. Das haben zu viele gemacht. Und es hat ihm nichts genützt. Es war enttäuschend. Ihm zu sagen, dass er ab jetzt nicht mehr dabei ist. Enttäuschend, keine Reaktion zu sehen. Und nichts zu hören außer:
Na toll! Kann ich dann jetzt gehen?!

Da ist es wieder. Dieses „Gehen“. Klar. Kannst du. Hier aus der Tür raus. Aber dann?

Dann denke ich an unsere Tochter. Unangepasst. Wild. Trotzig. Fordernd. Wie wird es sein? In 14 Jahren? Kann uns das auch passieren? Den Zugang zum Kind verloren. Ihm nicht helfen können einen Weg, seinen Weg, zu finden. Wie freut man sich über die ersten Schritte des eigenen Kindes! Ich habe geweint vor Stolz…
Und doch hatte ich schon in diesem Moment, kurz vor ihrem ersten Geburtstag, den Gedanken: Wo wird sie mal hingehen? … und wie oft wird sie fallen?

Es sind gute Zeiten. Jedenfalls in dem Land in dem wir leben. Wir können uns Ziele stecken und viel erreichen. Aber dazu gehört einiges. Es wird dir nicht geschenkt und es kommt auch nicht über Nacht. Es ist Arbeit. Zu laufen. Hinzufallen. Aufzustehen. Und dann weiterzugehen… Schritt für Schritt.

Süße Langeweile…

Schon wieder eine Woche rum! Irgendwie hänge ich der Zeit hinterher… Zu viel zu tun, zu wenig Platz um alles irgendwo reinzudrängeln.

Ein Grund für ein gaaaaaanz relaxtes Wochenende! Keine Verabredungen, nicht mit Freunden oder sonst irgendwem. Aufstehen spät. Kuscheln so lange wie möglich. Ein Picknick am Morgen im Garten. Ein großes Marmeladen-Brot mit Papas frischer Kirschmarmelade. Putzen ja. Einkaufen ja. Aber ohne Stress. Unglaublich. Aber das geht! Man muss es sich nur bewusst machen. Und das immer wieder.

Das Wetter war diesmal auch behilflich. Regen und schmuddelig. Kein Anlass für große Treffen und Freizeit-Stress. Unser einziger kleiner Familienausflug war Samstag Abend als der Regen kurz nachließ. Es gab ein schönes Johannis-Feuer in unserm Ort. Und nachdem die kleine Lady echt ausgeschlafen war, machten wir uns am späten Abend noch mal los. Unser kleines Mädchen war beeindruckt von dem rießen Feuer. Und rannte mit ihrer gewonnenen Wasserspritz-Pistole bis es dunkel wurde ums Feuer…

Da der Sonntag immer noch grau und nass war, blieb es beim Indoor-Nur-Family-Wochenende. Primär wurde erstmal gefuttert, Pippi Langstrumpf geschaut und Lego gebaut. Allerdings gibt’s nur ein paar Bilder vom Futtern… 🙂

Wir probierten ein neues Rezept. Marshmallow-Muffins! Was braucht’s?

250 g Mehl
300 ml Milch
1 Ei
3 TL Backpulver
6 EL Kakao
70 g zerlassene Butter
100 g Vollmilchschoki in Stücken
30 g Marshmallows in Stücken
100g Zucker

Die trockenen Zutaten mischen. Dann die feuchten Zutaten unterheben. Schoki und Marshmallows dazu. In Muffin-Förmchen. Bei 190 Grad Ober/Unterhitze 20-25 Minuten backen.

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Ziemlich lecker! Wusstet ihr übrigens, dass Marshmallows kein Fett enthalten!!! Damit werben sie tatsächlich auf der Packung! Das bisschen Zucker… naja nicht der Rede wert 😀

Mittags ging’s dann amerikanisch mit Burritos weiter. Die kleine Lady war ganz angetan. Und das was nicht auf dem Boden landete, wanderte tatsächlich mit Genuss in ihre kleine Schnute! Nicht die Regel im Moment.

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Draußen ist es jetzt am Abend immer noch grau. Aber das stört mich grade so garnicht! Es war ein absolut erholsames Wochenende… Langweilig könnte man sagen. Aber eine Langeweile die Gold wert ist.

Übrigens hab ich mich entschieden unsere Rubrik „Was war los am Wochenende? in „Unser Wochenrückblick“ umzutaufen. Wir haben das Nix-Tun Wochenende so genossen. Und ich möchte das jetzt immer mal wieder machen! Es tut uns als Familie einfach gut. So das die Wochen in nächster Zeit vielleicht etwas berichtenswerter sein könnten 😉

Schönen Wochenstart euch Allen!

Eure Nadja

Unser Kurz-Urlaub am Gardasee

Hallooooooooo zurück!!!!

Leider viel zu spät nun ein paar Eindrücke unseres Kurzurlaubs in Lazise! Mein Plan mit dem W-Lan vor Ort ging nur bedingt auf. Es war weniger W-Lan… viel mehr W-Lahm. Und nach einigen glücklosen Versuchen einen Blick ins Internet zu erhaschen, verzichtete ich im Sinne der Schonung meiner Nerven lieber auf weitere.

Geplante Abfahrt war eigentlich Samstag Nacht. Geplant! Wie es meist bei Plänen so ist… scheitern sie oft mal in der Umsetzung. Unserer scheiterte genau 23.30 Uhr. Nachdem wir 1,5 Stunden erfolglos den Ausweis der kleinen Lady und meinen noch dazu suchten. Sonst ist der iiiiiiiiiimmer in der Schublade im Flur! Ja. Sonst. Resigniert einigten wir uns darauf die Suche auf Sonntag zu vertagen.

Und wie es so ist. Waren die Dinger Sonntag früh doch gefunden. Sie steckten noch in der Kraxe vom Skiurlaub! Hätte man ja auch drauf kommen können…. also dann jetzt eben Sonntag Nacht los!

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In Lazise angekommen entschieden wir uns für den Campingplatz Spiaggia D’oro. Wunderschöne Anlage, Sandstrand, Spielplatz, Kinderanimation in einem ertragbaren Maße und echt schöne Poollandschaft. Wir sind eigentlich keine Poolgänger. Aber nach ein paar stinkigen Erfahrungen mit dem Gardasee in den letzten Jahren, konnte ja ein Ausweichmöglichkeit nicht schaden.

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Am ersten Tag war die kleine Lady (und wir auch) mächtig erschöpft. 8 Stunden Autofahrt und dann 40 Grad mussten erstmal verdaut werden. Liegend, lümmelnd in Zelt und Wohnwagen.

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Wir rafften uns dann doch noch zu einem Spaziergängchen nach Lazise auf. Gingen lecker Pasta und Pizza futtern und genossen das mediterrane Flair. Ich mag das unheimlich. Die Gerüche, das italienische Geplapper… alles irgendwie. Die Lady war sehr stolz, weil sie ein extra Weinglas bekam. Sie süffelte sehr professionell ihren Gänsewein daraus 🙂

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Morgens gab es immer Müsli oder Fruit Loops. Und Milch oder Saft aus ihrer Lieblings-Campingtasse.

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Es wurde geplanscht. Aber auch viel gemeckert. Wasser kalt. Will nicht spielen. Will ein Eis. Ne will kein Eis. Will spielen. Wasser kalt…

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An den Abenden flanierten wir gern noch bis es dunkel wurde am Strand entlang. Boote schauen, Eis essen…

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Die kleine Lady bekam ihre erste „Baby-Pizza“. Und schaffte auch ein ziemlich großes Stück. So dass für den Nachtisch nicht mehr viel Platz blieb 🙂

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Ein Highlight war der tägliche Besuch von drei Schwänen am See. Ich habe ziemlichen Respekt vor den Tieren. Schonmal einen Schnapper abbekommen?! Das ist wirklich kein Spaß. Diese Schwäne waren allerdings ziemlich geduldig und zogen von dannen, wenn der Trubel zu viel wurde. An einem Abend entdeckten wir im Dunkeln in einer kleinen Bucht die ganze Schwanenfamlie, mit ihren Babys! Wir beobachteten sie lang. Wunderschön…

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Was sie mir da reicht?! Cappuccino natürlich 🙂

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Am letzen Abend kamen wir an einer schicken Bar vorbei. Wenigstens mal ganz kurz noch abdancen…

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… sie bekam noch ein schickes Andenken an den Gardasee ins Haar geflochten. Blieb tatsächlich minutenlang ruhig sitzen. Unglaublich!

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Ein letzter Spaziergang…

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Eine kleine Helferin beim Abbau…

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… und ein letzter Blick auf den See. Es war ein wunderschöner Kurztrip. Wirklich entspannend. Wenn uns auch der Trotzkopf der kleinen Lady ziemlich oft die Laune verhagelt hat… Aber das gehört eben dazu.

An dieser Stelle bedanke ich mich von Herzen bei meinem Mann! Er hat diese Woche so viel Platz für mich freigeschaufelt und mich in meinem Mama-Sein so entlastet, dass ich bald ein schlechtes Gewissen bekommen hätte. Aber auch nur bald… 😉

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Von Mädchen und Mädchen-Mädchen

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Hallo ihr Lieben,

gestern waren wir auf einem Kindergartenfest. Mit ca. 50 anderen Kindern tobte die kleine Lady durch die riesige Außenanlage. Eigentlich muss ich mir keine Sorgen um sie machen. Sie betritt neues Terrain immer selbstbewusst. Dreh ich mich kurz weg, ist sie in der Regel schwupps weg. Sollte ich sie mal suchen, finde ich sie schnell. Sie, die am lautesten schreit. Sie, die gerade versucht waghalsig mit viel zu kurzen Beinen eine Kletterwand zu erklimmen. Sie, die ihr neuestes Outfit über und über mit Eis und Apfelschorle geschmückt hat. Sie, die nun versucht bäuchlings neben der Rutsche im Schlamm nach unten zum kommen… Allerdings ist es auch Sie, die die Kleider der Mädchen bewundert. Sie, die nichts lieber mag, als zu tanzen. Sie, die wie eine Schmuck-Elster ganz automatisch in Geschäften zu den glitzernden Ketten und Spangen fliegt…

Noch in meinem Bauch war sich der Frauenarzt ziemlich sicher. Das wird ein Junge! Mein Mann bestellte schon gedanklich ein kleines Fußballtor in den Garten und ein klitzekleines Angel-Set. Einige Wochen später war „Er“ ein Mädchen! Von nun an sinnierte Mama über rosa gepunktete Tapeten, kleine Ballerinas mit Schleifen und lange Shopping-Touren mit dem Tochter-Herz…

Dabei bin ich beileibe keine „Prinzessin-Mama“! Und habe mir auch keine „Prinzessin-Tochter“ gewünscht… Und doch spielte sich bei der heiß ersehnten Verkündung des Geschlechtes sofort ein Film ab. Ohne dass ich so richtig etwas für oder gegen tun konnte. Gestern Abend las ich dann hier einen guten Artikel zu dem Thema.

Kurz mal zusammengefasst gibt es zwei Sichtweisen:

Die Geschlechtereigenschaften werden schon im Mutterleib geprägt.

Das Testosteron, was schon vorgeburtlich bei Jungen höher ist als bei Mädchen, sorgt z.B. dafür, dass das Interesse für mechanische Gegenstände, wie Mobile stärker ausgeprägt ist, als für weichere Dinge, beispielsweise das Gesicht der Mutter. Dies betrachten Mädchen deutlich häufiger und intensiver. Studien ergaben wiederum, je weniger Augenkontakt ein Kind mit der Mutter hat, umso geringer ist sein Vokabular ausgeprägt. Eine mögliche Begründung dafür, warum Jungen in der Regel später und weniger reden als gleichaltrige weibliche Kleinkinder. Und dieser Trend setzt sich die Jahre weiter fort…

Der meist unbewusst unterschiedliche Umgang der Eltern mit Jungen und Mädchen verstärkt Rollenverhalten.

Mamas und Papas reden häufiger und länger mit Töchtern und toben dafür mehr mit ihren Söhnen. Mit Mädchen wird in der Regel vorsichtiger gespielt und schneller getröstet, während bei Jungen oft der „raue“ Ton angemessen erscheint. Für Jungen werden in der Regel klassische Jungen-Spielzeuge, wie Bagger und Autos gewählt, während Mädchen mit Büchern und Puppen versorgt werden. Typische Klischee-Beschäftigungen verstärken und prägen typische Verhaltensweisen und Stärken bei Kindern.

Das heißt wohl, ein Stück weit ist die Natur für unsere Rollen verantwortlich. Allerdings verstärkt unser Umgang mit den Kindern dieses enorm. Und da das ganze unbewusst passiert, merken wir es zu einem Großteil garnicht…

Ich muss sagen, dass ich es schön finde, dass unsere Tochter nicht dem „typischen“ Mädchen entspricht. Ich mag es natürlich sie schick zu machen. Ich kann Stunden damit zubringen, ihr schönes Haar zu kämmen und unzählige kleine Glitzer-Herzchen-Spangen darin vergraben. Aber ich genieße es auch sehr zu sehen, wie sie im Wald durch dreckige Laubhügel kriecht und schmierige Schnecken einsammelt.

Wir machen sicher viele Sachen unbewusst „mädchentypisch“ oder „jungentypisch“. Gerade das mit dem erwähntem Trösten, ist mir auch bei mit aufgefallen. Stürzt ein Mädchen, wird sofort von allen Seiten gehegt und ausgiebig gestreichelt. Stürzt ein Junge, wird sicher auch getröstet. Aber schnell fällt auch mal der klassische „Indianer kennen keinen Schmerz“-Satz.

Aber ich glaube, wir können auch bewusst versuchen, unsere Kinder ein Stück weit alles das sein zu lassen, was sie sein möchten. Dreckige Rabauken-Mädchen oder vornehme Glitzer-Prinzessinnen oder eben auch ein bisschen von beiden…

Übrigens, wisst ihr mit welchem Satz sich meine kleine Lady heute ins Bett verabschiedet hat?! „Ein Wikinger gibt niemals auf!“ Das ist doch mal ein Vorsatz für Jungs und Mädels gleichermaßen 🙂

 

 

 

Wunderbare Momente

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Wir hatten eine schreckliche Nacht! Zwischen ein und drei Uhr gab es Tobsuchtsanfälle in einer Heftigkeit, die mir vor Erschöpfung und Wut die Tränen in die Augen getrieben haben. Unverständnis und unglaubliche Hilflosigkeit… Von beiden Seiten. Und die Sorge, wie es wohl heute sein wird?!

Ich bringe sie huckepack ins Bett. Auf dem Weg nach oben beginnt sie auf einmal ganz vorsichtig mit ihren kleinen Fingern meinen Nacken zu kratzen und zu krabbeln. Etwas ganz neues! Kommen doch die Liebesbekundungen und Zärtlichkeiten meist von Mamas Seite! Ich setze sie rücklings auf dem Wickeltisch ab und sie krabbelt einfach weiter.

Das ist so schön. Sage ich zu ihr. Ich bin ein echter Fan von Rücken Kratzen und Krabbeln! Soll ich mehr Mama? Ja. Am liebsten den ganzen Rücken. Antworte ich. Und sie beginnt von oben bis unten zu krabbeln. Ich fühle mich so wohl und bin unglaublich gerührt. Es ist in dem Moment so eine innige Geste. Als ob sie mir sagen will. Mama. Hab keine Angst. Entspann dich…

Es ist doch ein bisschen Magie. Das Band zwischen uns. Oft zum Bersten gespannt. Und doch stabiler als jedes Stahlseil. Gleichsam weich, gibt es nach, wenn der Druck zu groß wird. Ich fühle, wie ich sie jeden Tag besser kennenlerne und sie mich. Wie wir uns entdecken. Auch mal erschrecken. Und doch immer ganz fest verbunden. Innig und eins sind.

So Mama. Jetzt sin mer fertig! … und patscht mir froh auf den Rücken. Ein wunderbarer Moment war das. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Mutter ohne Kind Tag

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Hallo ihr Lieben,

gleich ist Muttertag und ich bin traurig. Meine kleine Lady und Papa sind in München. Ich, immer noch krank, nicht! Wir sind ja nicht das erste Mal für zwei Tag getrennt, aber heute sind mir doch die Tränen gelaufen. Und ich konnte nichts machen… Ein Muttertag ohne Kind ist doch kein Muttertag.

Heute früh im Bett habe ich ihr ganz tapfer erklärt, dass ich nicht mit fahre. Weil mir der Hals noch so weh tut und ich schlafen muss. Ich soll liegen bleiben meint sie. Und das sie jetzt mal alle Tiere verscheucht… Und dann läuft sie immer vom Schlafzimmer ins Bad und schreit nach diversen Tieren: Löwe, geh jetzt weg! Jetzt ist Ruhe! Giraffe, nein jetzt nicht! Du. Tiger. Ruhe. Die Mama muss schlafen! Ich breche fast wieder in Tränen aus… Diesmal aber vor Lachen!

Dann stürzt sie in ihr Zimmer. Holt alle Holz-Lollies aus ihrem Kaufladen. Danach eine Puppe und legt sie mir auf den Bauch. Um kurze Zeit später mit einem Einkaufswagen voller Holzlebensmittel zurück zu kommen. Ich brauche Gemüse und Kekse meint sie. Sie versorgt mich eine halbe Stunde.

Irgendwann stehen wir auf und ich muss mich ständig an sie kuscheln. Sie riechen, in den Popo beißen und an mich drücken… Darf ich in deinen Hals schauen? Ja klar. Ganz ernst schaut sie rein. Dann beginnt sie zu singen. Heile, Heile Segen… drei Tage Regen… Morgen Sonnenschein… wird bald besser sein… Und dann pustet sie mich mit aller Kraft an!

Beim Anziehen sage ich wieder traurig, dass sie mir fehlen wird. Mama, wir kommen doch wieder! Und schaut mich dabei so erwachsen und voller Vertrauen an, dass ich mir in diesem Moment selbst wie eine kleine 2,5 jährige vorkomme. Mein Herz hüpft und ich fühle mich wirklich getröstet.

Eigentlich braucht es doch gar keinen Muttertag! Jeder dieser Momente ist ein kleiner Feiertag für sich…

Eure Nadja

Übrigens am Muttertag-Abend kommen die beiden wieder zurück. Dann losen wir unsern dm Muttertags-Gewinnspiel Gewinner oder Gewinnerin!