Spielen heißt frei sein

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Hallo ihr Lieben,

heute war ein klasse Nachmittag zum Verstecken, Fangenspielen, Rumspinnen und verrückte Sachen machen!

Wie gern hätte ich nur eine kleine Portion von ihrem Übermut und ihrer Leichtigkeit! Lachend und schreiend einfach loszurennen, ohne eigentlich zu wissen wohin. Glücklich zu sein über Sachen, die für meine Augen viel zu oft unsichtbar sind…

Kleine Weidenkätzchen streicheln, verbotenerweise abzupfen und Mama als Geschenk in die Hand drücken. Sie dann wieder behutsam in ein Häufchen Erde legen und schlafen lassen. Ich mache Schnarchgeräusche für Weidenkätzchen und komme mir überhaupt kein bisschen dumm dabei vor…

Beim Versteckspiel beobachte ich sie heute aus meinem Versteck. Immer wieder versucht sie ganz behutsam auf den Zehenspitzen zu laufen. Und fällt dabei jedesmal fast auf die Nase.
Wenn ich zähle, hat sie nun verstanden, dass sie sich ein Versteck suchen muss. Meist ist das ganz in der Nähe. Dort angekommen fängt sie dann plötzlich auch wieder an lauthals zu zählen und springt bei 10 aus ihrem Versteck, schreit: „Mama, da bin ich“ und umarmt mich stürmig! Es ist nicht das klassische Versteck-Spiel. Aber für mich ist es das schönste Versteck-Spiel, das ich kenne…

Beim Abendbrot erzählt sie mir wilde Fantasiegeschichten, in denen sie alle Bilderbücher, heutige Spielplatzerlebnisse, Namen aus der Krippe und Lieblingsspeisen in einen Topf wirft. Ich kenne keinen Ritter, der den Drachen Andreas geärgert hat und das obwohl sie doch „Dudu!!!“ gesagt hat… Sie scheinbar schon. Ich kann nicht anders, als zu lachen, mitzuspielen und mitzuspinnen… Ich bekomme abschließend noch ein paar Weintraubenstiele in die Haare gesteckt. Das ist eine Haarspange. Wird mir mitgeteilt. Und das ich jetzt bitte tanzen soll!

Vor dem Schlafen gibt es für Mama noch allerlei aus dem Kaufladen. Eigentlich wollte ich ein Wurstbrot. Aber das Brot findet sie nicht. Dafür ein Eis und jede Menge Wurst dazu. Wo denn das Brot sei, frage ich. „Is nicht da, aber macht nix!“ Stimmt eigentlich. Denke ich mir noch so. Und beiße beherzt in eine Scheibe Holzwurst…

Gerade fällt mir auf, dass ich den Weintraubenstiel immer noch im Haar habe. Und das ist auch gut so. Immer denken wir, wir sind erwachsen und wissen alles. Wie etwas auszusehen hat, wie man ein Spiel spielt, wie man seine Wurst ist. Eigentlich wissen wir garnix. Nix was fernab von dem ist, wie es sein sollte… Wie es sein sollte, sollte uns einfach mal egal sein. Sich darauf einzulassen, wie es sein könnte… ist so viel spannender!

Schönen Abend eure Nadja!

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